Deutsch Türkisch Koreanisch Japanisch Chinesisch Polnisch
Englisch Französisch Spanisch Italienisch Russisch Arabisch Farsi

TestDaF

Stipendien für Fortbildungen mit Erasmus+

IDIAL4P Interkultureller Dialog

TOEIC Testzentrum
Business English

Logo WiDaF - akkreditiertes Testzentrum

Logo BID - BetreuerInnenqualifizierung in Deutsch

Erasmus+ Trainingskurse und -seminare

Drucken

 

IIK - Dokumentationen einzelner Veranstaltungen

2019 - 2018 - 2017 - 2016 - 2015 - 2014 - 2013 - 2012 - 2011 - 2010 - 2009 - 2008 - 2007 - 2006 - 2005 - 2004 - 2003 - 2002 - 2001 - 2000 - 1999
IIK >> Dokumentation >> 2004 >> Kurse >> Deutschkurse Mär. - Mai >> OS

Deutschkurs
Oberstufe

Lehrer/Lehrerin: Udo Tellmann, Helmut Voltermann


Teilnehmer: Hector Ricardo Perez Septien, Krisdi Chairatana, Sami Ayachi Ben Ahmed, Ryo Nohira, Nadejda Pidta, Maria Rovithi, Yousef Yazbek, Leyla Babakovskaya, Richard Yulianto Budi, Rita Kosa, Adrian Asampoh, Katarzyna Malewska, Shun Man Eiwa Cheung, Nataliya Rose

 

Seminarprojekt (Oberstufe)
Interkulturelle Betrachtungen zum Leben in Deutschland

Der hier vorgelegte Artikel befasst sich mit spezifischen kulturellen Besonderheiten der Deutschen, die uns im Laufe unseres Aufenthalts aufgefallen sind. Darüber hinaus haben wir durch eine Befragung von Kursteilnehmern Unterschiede und Ähnlichkeiten zu den Gepflogenheiten in anderen Ländern aufgelistet.

  • 1.) Supermärkte, Kaufhöfe, Gepflogenheit
  • 2.) Autoritätsbewusstsein und Regelungswut
  • 3.) Busse und Bahnen
  • 4.) Gaststätten, Wirtshäuser und Restaurants
  • 5.) Etikette
  • - Begrüßungsrituale
  • - Geschenke
  • - Die "Mantelfrage"
  • - Beim Essen
  • Beginnen wir mit einigen kleinen Tipps zur Überlebenshilfe für Neuankömmlinge:
    Supermärkte, Kaufhöfe, Geschäfte"
    Die Öffnungszeiten der Geschäfte in Deutschland ist im Vergleich zu denen in anderen Ländern nicht sehr verschieden (ungefähr zwischen um 8.00 - 9.00Uhr). Aber man muss darauf achten, dass die Geschäfte in Deutschland sehr früh schliessen (um 19.00 - spätestens 20.00 Uhr). Daher, wenn Sie einen Sprachkurs am Nachmittag belegt haben sollten und nach dem Unterricht einkaufen gehen möchten, sollten Sie sich beeilen, andernfalls müssen Sie zum Supermarkt am Hauptbahnhof, wo der Preis der Waren exorbitant hoch ist "Ohne Moos nix los"; dieses Sprichwort sollte man immer im Kopf behalten, sogar beim Einkaufen! In Deutschland kostet auch die Tüte Geld. Zwar ist sie nicht so teuer (etwa 0.25€), aber wenn Sie jedes Mal dafür bezahlen müssen, dann kann es schon teuer werden. Deshalb: Vergessen Sie nicht , immer eine Tüte zum Einkaufen mitzunehmen ? Außer im Flughafen und am Hauptbahnhof gibt es in Deutschland keine Geschäfte, die rund um die Uhr geöffnet sind. Wer daran gewöhnt ist , sich um Mitternacht etwas zum Essen im sogenannten "Minimarkt" zu besorgen, sollte sich deshalb gut darauf vorbereiten, indem er sich entweder seine Mahlzeit in der Nacht abgewöhnt oder ein Brötchen mit Schinken oder etwas anderes isst. Aber das Beste wäre, Ersteres zu tun. Das war beinahe alles, was man wissen sollte. Zum Schluss möchte ich Ihnen allen, die Sprachkurse bei IIK besuchen, viel Glück und genießen Sie neue Erlebnisse in Düsseldorf!

    Autoritätsbewusstsein, Pünktlichkeitswahn und Regelwut
    Wenn man ein Fremder in Deutschland ist, ist die Einstellung der Deutschen zu Autorität und Regeln sofort bemerkbar. Es scheint, dass sich die Deutschen regelkonformer verhalten als Leute, die in anderen Länden leben.
    In Deutschland steht man bis der Grün von den Verkehrsampeln, obwohl der Weg frei ist. Wartet man in ihrem Land auf die Grüne oder überquert man die Straße, sofort der Weg frei ist?
    In Deutschland scheint es, dass die Polizei respektiert ist, was denkt man über die Polizei in ihrem Heimat?
    Der Deutsche, der befragt wurde, antwortete, die Deutschen warteten auf das grüne Licht vor den Verkehrsampeln, weil man eine Strafe bezahlen müsse und, wenn die Polizei einen beobachte, der die Straße bei Rot überquere. Zudem könne es sein, dass man einige Punkte in einer "Verkehrssünderkartei" bekommen könne, wenn man einen Führerschein habe - und bei Überschreiten einer bestimmten Punktezahl der Führerscheinentzug drohe.
    Aber die Deutschen akzeptieren auch sonst bestehende Regeln und Gesetze und das ist auch die Erklärung dafür, warum sie z.B. sehr emsig ihren Mull sortieren.
    Im Allgemeinen, so der befragt Deutsche, genieße die Polizei ein hohes Ansehen und von der überwältigen Mehrheit der Bevölkerung respektiert Man gehe davon aus, dass Polizisten normalerweise ehrlich seien und die Bevölkerung nicht schlecht behandeln würden. Heutzutage hätten Polizisten eine gute Erziehung und das helfe ihnen respektiert zu werden.

  • * Mexiko, Russland, Ukraine, Türkei, Hongkong Ein mexikanischen Student, der fragt wurde, meinte, dass in seinem Land niemand auf die Verkehrsampeln achte, manchmal würden Autofahrer auf die Grünphase warten, aber Fußgänger niemals. wenn man in Mexiko an die Polizei denke, denke man an Korruption, beides sei eng mit einander verbunden. Man habe viel Angst vor Polizisten. In Russland und der Ukraine steht man anscheinend auch niemals vor den Verkehrsampeln. Die Polizei sei sehr unbeliebt. Man wisse, dass Polizisten viel Macht hätten und man habe viel Angst davor. Angst vor der Polizei und den Verdacht, dass diese korrupt sind, findet man auch in vielen anderen Länden z.B. der Türkei, in Hongkong und einigen osteuropäischen Länden.
  • * Japan Japaner haben eine sehr ähnliche Meinung über ihre Polizei wie die Deutschen, ein japanischer Interviewpartner hielt es für selbstverständlich, dass man vor den Ampeln stehen bleibe und er meinte auch, dass die Polizei in seinem Land allgemein respektiert werde.
    Busse und Bahnen
    Das Verhalten der Busfahrer oder Straßenbahnfahrer in Deutschland ist. Im Vordergrund steht die Pünktlichkeit. Deshalb warten sie fast nie nicht auf herbeieilende Fahrgäste. Sie können sehr unhöflich und erbarmungslos sein
  • * Mexiko
    In Mexiko sind die Busfahrer auch eher unfreundlich und unhöflich. Sie warten niemals.. Es gibt keine Pünktlichkeit, sondern immer ein großes Tohuwabohu mit den Verkehrsmitteln
  • * Hongkong, Indonesien, Thailand, Israel, Ungarn
    Anders das Verhalten der Busfahrer in Hongkong. Wenn sie alte Leute oder schwangere Frauen sehen, warten sie auf sie. Um die Pünktlichkeit ist es allerdings nicht sehr gut bestellt.. Die Busse halten die Fahrpläne nicht ein und die Fahrgäste müssen sehr lange auf den Bus warten. Ähnliches gilt für Indonesien, Thailand, Israel und Ungarn
  • * Japan
    Auch in Japan fahren die Busfahrer nicht sofort, wenn sie sehen, dass noch jemand einsteigen möchte. Sie warten immer auf die Fahrgäste. Trotzdem sind sie meist pünktlich am Ziel.
  • * Ukraine
    Zu guter Letzt die ukrainische Busfahrer: Sie warten niemals und machen eigentlich immer nur das, was sie wollen.


  • Gaststätten, Wirtshäuser und Restaurants
    Auch das Verhalten in Wirtshäusern und in Gaststätten ist nicht in allen Kulturen gleich. Kennt man die Regeln nicht, kann man Probleme bekommen. Wenn man in Deutschland mit einer großen Gruppe in eine Gaststätte geht, ist es nicht unüblich, dass man selbst die Tische umstellt, so dass die gesamte Gruppe zusammensitzen kann. Dies ist jedoch nicht in allen Kulturen so. Dieses "eigenmächtige Handeln" würde in einigen anderen Ländern Kopfschütteln auslösen, wenn nicht gar Ärger hervorrufen
  • * In den arabischen und auch in den meisten asiatischen Ländern muss man zuerst zum Kellner oder Ober gehen und fragen, ob man selbst die Tische zurechtrücken darf.
  • * Thailand ist da vielleicht eine Ausnahme und auch Mexikaner fühlen sich in dieser Beziehung in einer deutschen Gaststätte wie Zuhause

  • Die Deutschen gehen ausgesprochen gern im Restaurant essen.
  • * Diese Vorliebe teilen sie mit den meisten Asiaten ( Hongkong, Japan) und auch mit den Mexikanern
  • * In Russland du der Türkei zieht man eher ein gemütliches Essen in den eigenen vier Wänden oder bei Freunden vor


  • Kartoffelsalat und Würstchen
    Eines der bekanntesten deutschen Gericht ist Kartoffelsalat mit Würstchen, aber es wird nur selten als Hauptspeise gegessen. Meistens findet man den Kartoffelsalat und die Würstchen neben den Suppen, Salaten und Käseplatten. Die Hauptspeisen wie zum Beispiel Schweinebraten, Bratwurst, Kotelett und manchmal auch Fisch werden entweder mit Kartoffeln, Bratkartoffeln oder Reis und Gemüse gereicht.
    Anders ist es auf spontan organisierten Partys. Dort kann es schon einmal sein, dass dort wirklich nur Kartoffelsalat und Würstchen angeboten werden mitbringt. Das sind allerdings Partys unter engen Freunden, wo jeder eine weitere Kleinigkeit zu essen mitbringt, wo man sich in erster Linie trifft, um zu feiern und Spaß zu haben, und nicht um zu essen und Geschenke zu kritisieren.

    Etikette
    - Begrüßungsrituale
    Auf einer Party begrüßen die Deutschen normalerweise die erste Person, die sie im Raum treffen, wobei es keine Rolle spielt, welchem Geschlecht die Person angehört. Das heißt, wenn ich zunächst auf einen Mann treffe, begrüße ich diesen zunächst, auch wenn Frauen im Raum anwesend sind. * Würde dies in Polen oder in Tunesien so geschehen, würde dies als große Unhöflichkeit betrachtet. Man begrüßt dort zuerst alle Frauen im Raum und wendet sich dann erst den Männern zu.
    - Geschenke In Deutschland ist es mit den Geschenken wie in allen anderen Ländern: Ob man etwas zu trinken mitbringen sollte oder eher etwas anderes, hängt von der Beziehung zum Gastgeber ab. Wenn der Gastgeber eine Frau ist, dann bringt man Blumen oder einen Nachtisch mit, aber wenn der Gastgeber ein Mann ist, dann bringt man normalerweise etwas zu trinken mit, mit Sekt oder Rotwein kann man dann kaum etwas falsch machen; bei einem guten Freund sind auch einige Flaschen Bier herzlich willkommen. Bei sehr guten Freunden oder auf Geburtstagsfeiern bringt man auch andere Geschenke mit. Oft tun sich mehrere Personen zusammen, um gemeinsam ein Geschenk zu kaufen, wobei der jeweilige Beitrag zum Geschenk im Vergleich zu den Gepflogenheiten in anderen Ländern sehr niedrig ist Bei Jugendlichen, die fast immer ein gemeinsames Geschenk kaufen, reichen durchaus 5 Euro pro Person reichen, bei Erwachsenen, die sich an einem Geschenk beteiligen, erwartet man einen Beitrag um die 10 Euro.

    - Die Mantelfrage
    In Deutschland ist es nach Beobachtung vieler ausländischer Interviewpartner keineswegs selbstverständlich, dass Männer den Frauen beim Mantelan- und ausziehen helfen. Aber es gibt natürlich Ausnahmen. So hat eine Frau eine größere Chance, dass ihr geholfen wird, wenn sie schön ist. Auch die Frage des Bildungsstandards und der Erziehung spielt eine Rolle.
  • * Asien
  • Auch im Fernen Osten scheint, so das Ergebnis der Umfrage - scheinen die Männer den Frauen in diesem Punkt nicht sehr behilflich zu sein, Ein Grund mag sein , dass die Leute dort wegen der Wärme nur sehr selten Mäntel tragen, z.B. in Indonesien und in Thailand. In Hongkong ist dies nur in sehr teuren, eleganteren Restaurants üblich. In Japan scheint diese Höflichkeitsgeste gar nicht bekannt zu sein, ganz im Gegensatz zu arabischen Ländern, in denen die Hilfe beim Mantelanziehen zum guten Geschmack gehört.
  • * Europa
  • In den meisten europäischen Ländern und auch in Lateinamerika hängt es weitestgehend vom Bildungsstandard und der Erziehung ab, ob dem weiblichen Geschlecht Hilfe zuteil wird. In Griechenland und Mexiko scheint es allerdings eher allgemeine Norm zu sein. Im privaten Raum verhalten sich Männer jedoch zum Teil ein wenig anders als in der Öffentlichkeit. Frauen machen dort manchmal die Erfahrung, dass die Lust der Männer zu dieser freundlichen Geste im Laufe der Beziehung ein wenig abkühlt.

    - Beim Essen
    Wer in Deutschland als Ausländer ins Restaurant oder in die Mensa geht, bemerkt sofort, dass die Deutschen alles auf ihren Teller "ratzeputz" aufessen, das heißt, sie essen alles, was sie bestellt haben. Besonders auffällig ist dies bei der Sauce: Wenn es viel Sauce auf dem Teller gibt, machen sie die Teller mit einem Brötchen sauber. Vielleicht ist dieses Verhalten mit den Jahren der Hungersnot nach dem Zweiten Weltkriege zu erklären. Kindern wird schon früh beigebracht, dass sie alles aufessen müssen, sonst dürfen sie nicht spielen.
  • * In China würde dieses Verhalten als unschicklich betrachtet, wenn man mit anderen zum Essen geht. Den Kindern wird von früh an gelehrt, dass sie nicht alles, was auf dem Teller ist, essen sollten. Die besagte leckere Sauce sollte man dort z.B. auf dem Teller lassen. Es ist sehr unhöflich, die Sauce zu essen und den Teller sauber zu machen. Wenn man dies macht, würde ein Chinese denken: ,,Ah.....Ist dieser Mann sehr arm - oder hat er kein Geld?´´.


  • weiter zur G1a
     
     
    Druckversion
    Sprachkurse/Tests - Fortbildungen - Online-Dienste - Firmenservice - Dokumentationen - Über uns - Startseite
    AGB - Datenschutzerklärung - Impressum - Post/Telefon/Fax/E-mail
    © Copyright 1996-2018: IIK Düsseldorf